melancholie maritim photographie | Live for better days – Rebecca & Emil
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Live for better days – Rebecca & Emil

Wir hetzen uns ab. Wir kaufen Platten, lassen uns Nadeln unter die Haut jagen und sind alle viel mehr Szene als alle anderen. Wir setzen Prioritäten auf Musik, auf Kleidung und auf Status. Obwohl natürlich alles Punk ist, geht es um bestimmte Dinge die einfach dazugehören. Jeder schreit nach Individualität und sieht am Ende aus wie alle anderen, die ach so individuell sind.

Wir sind gegen Nazis und homophobe Spinner. Sollte klar sein und ist auch wichtig und richtig. Nur sollte das nichts mit irgendeiner Szene zu tun haben, sondern einfach eine normale menschliche Empfindung sein.

Wir sind politisch. Gut so! Aber können wir noch über Politik diskutieren und unseren Standpunkt vertreten oder bestimmen wir nur noch?

Wir hören Punk. Wir leben Punk. Jeder auf seine eigene Art. Und das ist, was Punk ausmacht. Keine Label. Keine Bands. Keine Meinung einzelner Menschen. Punk ist Punk ist Individuell und niemand kann und darf dem Anderen vorschreiben wie er sich kleidet, was für Punkbands cool sind und welche nicht und verdammt nochmal niemand darf mir sagen was ich zu tun und zu lassen habe.

Warum sich das alles so kompliziert anhört? Keine Ahnung. Sind wir selbst Schuld dran. Und warum das für viele irgendwann unwichtig wird? Weil es wichtigere Dinge gibt, über die man sich Gedanken machen sollte. Über Liebe. Über das Leben. Und genau das ist, was Kinder mit uns machen. Sie lassen uns über Dinge nachdenken, die eigentlich Alltäglich sind. Sie lassen uns aus einer Perspektive auf Dinge gucken, die mit einem Satz alles erklären kann. Guckt ein 4jähriges Mädchen auf Trump und sagt „Doofer Mann“ ist alles gesagt. Sagt ein 4jähriges Mädchen das alle Menschen bunt sein sollen, weil das viel schöner und spannender ist, trifft das den Nagel auf den Kopf. Klar ist das naiv. Und klar ist das Leben viel komplizierter. Aber wenn man Dinge auf den Kern runterbricht, wird oft vieles klarer. Solltet ihr auch mal probieren. Mit oder auch ohne Kinder. Danke.

 

Und hier jetzt eine kleine Auswahl der Serie von meinem Besuch bei Rebecca und Emil.