melancholie maritim photographie | Liebe kennt kein Geschlecht!
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Liebe kennt kein Geschlecht!

Liebe kennt kein Geschlecht!

Einige Wochen ist der große Shitstorm auf meiner Facebookseite jetzt vorbei. Es ist wieder ruhiger geworden, so dass ich an der Fortsetzung arbeiten kann. Der Fortsetzung von einem Projekt bei dem sich einige Menschen freiwillig gemeldet haben. Und zwar ihr Gesicht zu zeigen. Für Toleranz und so kitschig es klingt.. auch für Liebe.

Wenn man den ganzen momentan Wahnsinn in den Medien verfolgt, und daran kommt man irgendwie nicht vorbei, ist es nie wichtiger gewesen  Flagge zu zeigen. Dabei geht es nicht um politische Einstellungen. Nicht um Pro und Contra. Es geht einzig und allein um Akzeptanz, Toleranz und eben… Liebe!

Um den Ablauf und einige Fragen zu dem Anti-Homophobieprojekt nochmal aufzugreifen, gibt es nochmal einen kurzen Abriss dazu.

Aus dem Unverständnis zur Einstellung vieler Menschen heraus ist die Idee entstanden. Zusammen mit meiner Freundin habe ich überlegt, warum es heute überhaupt noch nötig ist sich zu rechtfertigen warum man sich in X oder Y verliebt. Es geht niemanden etwas an. Man entscheidet soetwas nicht. Es passiert. Und es ist schön.

Warum also melden sich da Leute die Forderungen daran stellen. Forderungen wie seine Liebe aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Oder sogar sich in ärztliche Behandlung zu begeben, weil es nicht normal sei.

Der erste Impuls bei solchen Äußerungen ist Wut. Wut auf diese ganzen Typen die in ihrem kleinen Mikrokosmos leben und über Worte wie „normal“ sprechen wollen. Warum? Was ist normal? Was uns andere Menschen vorschreiben? Was in so Büchern wie der Bibel steht? Was die Bildzeitung schreibt? Für mich ist normal was jeder daraus macht. Solange man Niemandem weh tut, ist mir völlig egal was mein Nachbar macht. Wen er küsst. Wen er liebt. Und das ist nicht besonders toll, sondern das ist normal!

Im Oktober 2014 habe ich also die Bilder hochgeladen und mit vielen Likes bei Facebook gab es schon Aufmerksamkeit. Und mich  verwunderten die wenigen negativen Reaktionen.

Pünktlich am Heiligabend 2014 wurde der Ordner mit den Bildern von einer Seite geteilt. Ich weiß bis heute nicht von welcher. Und über Weihnachten erreichte der Ordner, die Bilder und das Projekt eine Beitragsreichweite von 2,6 Millionen. Völliger Wahnsinn!

Damit kam dann auch der Shitstorm. Menschen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland sahen sich genötigt zu beschreiben was sie von Homosexualität halten. Dabei waren die Beiträge wie „Ich mag nicht sehen wie Männer knutschen“ noch die sachlichen.

Da mir mit tausenden Kommentaren alles ein wenig über den Kopf gewachsen ist und ich mich für die Menchen auf den Bildern auch verantwortlich fühlte,  hab ich gelöscht. Ich weiß…. jeder würde mir raten alles erstmal zu ertragen, aber wenn man die Leute auf den Fotos bedroht hört für mich die freie Meinungsäußerung auf.

Andererseits haben mich Nachrichten, Emails und Kommentare aus ganz Europa (kein Witz!) mit positivem Feedback erreicht! Und das ist viel mehr wert! Danke dafür nochmal!

Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt und der Termin für das zweite Shooting steht. Der Ordner mit den Bildern hat fast 36000 Likes bei Facebook und viele Menschen haben sich als Volltrottel geouted.

 

Schön zu sehen das man auch aus der norddeutschen Provinz etwas bewegen kann.

 

Viel Spaß im März mit dem zweiten Teil von „Liebe kennt kein Geschlecht!“ 🙂

 

Sven