melancholie maritim photographie | Glove / Leev / Hoep (Projekt 2016)
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Glove / Leev / Hoep (Projekt 2016)

Glove / Leev / Hoep (Projekt 2016)

Ein Foto das mir im Laufe der Jahre immer mehr ans Herz gewachsen ist, ist ein einfaches schwarz/weiß Portrait. Es zeigt meine Oma. Das Foto entstand als sie 94 war und bevor ihr die Gesundheit stark zu schaffen machte.

Ich bin auf einem Dorf aufgewachsen und wie es oft üblich war, wohnten wir mit mehreren Generationen unter einem Dach. Auch meine Oma war dabei.

Es gibt Dinge über die man erst spät nachdenkt. So habe ich mir nach dem Tod meiner Oma im letzten Jahr z.B. oft Gedanken über sie und auch über dieses Bild gemacht. Ich hatte immer vor, mehr Portraits mit älteren Frauen und Männern zu machen. Aber das ist bisher immer bei der Ankündigung geblieben und im Alltag untergegangen.

2016 soll sich das ändern. Unter dem Arbeitstitel „Glove / Leev / Hoep“ (Glaube Liebe Hoffnung auf Plattdeutsch) möchte ich kleine schwarz/weiß Serien fotografieren und in Gesprächen mehr über die Menschen erfahren. Diese Serien sollen einzeln veröffentlicht und später in einem Bildband festgehalten werden.

Für  mich ist der Mensch hinter dem Bild wichtig. Das Umfeld. Geschichten die man erlebt hat. Lieben die man gewonnen und vielleicht auch verloren hat. Schicksale die man hingenommen und den Arsch doch wieder hochgekriegt hat. In unserer Gesellschaft heult jeder Zweite rum, weil er vielleicht nicht den dicksten Fernseher und es damit ja so schlecht hat. Dabei können gerade die älteren Menschen uns noch einiges beibringen, wenn es darum geht was wichtig ist und auf was es im Laufe des Lebens wirklich ankommt. Immer wieder habe ich dabei Dinge wie „Familie“ oder auch „Freundschaft“ gehört. Und genau darum geht es mir! Glaube Liebe Hoffnung. Glove / Leev / Hoep. Ich freue mich derbe auf die nächsten Monate mit diesem Projekt. Auf die Menschen und die Geschichten. Auf die Fotos und vermutlich literweise Filterkaffee.

 

 

 

Zum praktischen Ablauf:

Auch bei diesen Projektshootings, die ansich gar keine richtigen Shootings sind, wird ein Vertrag gefertigt. Bezahlung erhalte weder ich, noch die Menschen vor meiner Kamera. Ich habe dann aber per Vertrag das Recht die Bilder für das Projekt zu nutzen und zu veröffentlichen. Natürlich werden die Bilder anschließend zur Verfügung gestellt.